Materialkunde: Schur- und Merinowolle

Schurwolle, Merinowolle – was wofür und wieso?

Einfach ausprobieren ist nicht nur beim Filzen grundsätzlich eine gute Idee, um mit Material und Verarbeitung sozusagen Kontakt aufzunehmen. Filzwolle filzt recht einfach zu handhaben. Das Filzen erfordert keine ausgefallen Fähigkeiten und Kenntnisse die einen abhalten könnten, es einfach mal zu probieren. Es kann gar nicht viel schiefgehen. Es gibt kein Grund um so viel Respekt vor den ersten Arbeiten mit Filzwolle zu haben.

Wir haben uns bei mjolda bemüht, alle Produkte im Shop deutlich zu kennzeichnen, um auch Neulingen die Materialauswahl zu erleichtern. Trotzdem würden wir an dieser Stelle gerne noch eine kurze Übersicht über die verschiedenen Wollarten geben.

Ungefähr 10 Gramm Merinowolle

Ungefähr 10 Gramm Merinowolle

Schurwolle – rauhe Umgangsformen

Die Schurwolle kommt vom Schaf und fällt beim Scheren an. Von wohl den meisten Menschen wird Schurwolle als etwas grob empfunden. Auf der Haut fühlt sie sich dann „kratzig“ an. Schafe haben einen leicht krausen Haarwuchs mit dicken Einzelhaaren, deren Schuppen bei unzureichender Pflege abstehen. Daher wird Schurwolle gern für Oberbekleidung, Mützen, Socken und Gebrauchsgegenstände verwendet.

Merinowolle – die sanfte

Das Merinoschaf ist eine Feinwoll-Schafrasse, wird also in erster Linie für die Wolle gezüchtet. Merinowolle ist sehr viel feiner und glatter als Schurwolle. Merinowolle wird auch genauso geschoren. Diese Wolle liegt angenehmer auf der Haut und wird daher auch für Leibwäsche genutzt. Aufgrund der glatten Fasern filzt die Wolle nicht so schnell wie Schurwolle. Trotzdem ist Merinowolle auch zum Nass- und Trockenfilzen sowie zum Nunofilzen wirklich gut geeignet.

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